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Faszien

Erst vor kurzem haben Wissenschaftler der Uniklinik Ulm nachgewiesen, dass sich Faszien verändern, wuchern, verfilzen und Nerven einklemmen können, was zu Schmerzen führen kann. Diese Faszien neigen dazu, mit anderen Schichten zu verkleben. Gestörte Muskelkoordination ist die Folge. Ebenso neu ist, dass bei Stress sich die Faszien verdicken können.

Faszien verbinden, stützen, bringen Nahrung, speichern Energie und sind durch ihre Elastizität massgeblich an der Bewegung beteiligt. Sie umhüllen Muskeln und Organe, verbinden Knochen miteinander und packen die ganze Oberfläche des Körpers ein.

Muskeln werden eher gebraucht bei einer einzelnen Bewegung, Faszien sind vermehrt an der harmonischen, rhythmischen, fortlaufenden Bewegung beteiligt. Also im Alltag, wenn  man sich vielfältig, harmonisch, variantenreich bewegt. Bei einseitige Übungen, wie wir sie an Maschinen ausüben, fehlt die Faszienbewegung. Vielseitige, harmonische Dehnungsbewegungen bringen die Faszien wieder in Bewegung

Kängurus, Frösche, Katzen springen mit langen Faszien meterweit, und nicht mit dicken Muskeln. Die Sehnen sind so elastisch, dass sie wie eine Feder sich dehnen und zusammenziehen. Beim Gehen brauchen auch wir nicht viel Muskelkraft, sondern Faszien. Und die müssen elastisch sein und bleiben. Nicht das Zusammenziehen der Muskeln ist wichtig, sondern das länger werden, damit erhöht sich die Stabilität in der Bewegung. Mehr Loslassen können als Anspannen. Zurück zu einer oekonomischen, natürlichen Bewegung.

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